3. Säule

Zakat (Almosensteuer)

Eine verpflichtende Wohltätigkeit, bei der Muslime einen bestimmten Prozentsatz (meistens 2,5 %) ihres Vermögens an Bedürftige abgeben. Zakat dient dazu, den Wohlstand in der Gemeinschaft gerechter zu verteilen und das Herz von Gier zu reinigen.

Zakat ist eine der fünf Säulen des Islams und stellt eine religiöse Pflicht dar, die es Muslimen auferlegt, einen Teil ihres Vermögens an Bedürftige abzugeben. Das Wort „Zakat“ bedeutet wörtlich „Reinigung“ oder „Wachstum“ und bezieht sich auf die spirituelle Reinigung des eigenen Vermögens sowie auf das Wachstum der Gemeinschaft.

Die Zakat wird auf den Besitz einer Person erhoben, der über eine bestimmte Schwelle, den sogenannten „Nisab“, hinausgeht. Der Nisab entspricht dem Wert von etwa 85 Gramm Gold oder 595 Gramm Silber. Wenn jemand mehr Vermögen als dieser Wert besitzt, ist er verpflichtet, Zakat zu zahlen. In der Regel beträgt der Zakat-Satz 2,5 % des Vermögens, das über den Nisab hinausgeht und für ein Jahr gehalten wurde.

Zakat wird nicht nur auf Geld erhoben, sondern auch auf andere Vermögenswerte wie Vieh, Landwirtschaftserträge und Gold. Die abzugebende Zakat soll den Bedürftigen helfen und die soziale Gerechtigkeit fördern. Sie wird in der Regel an Arme, Waisen, Reisende, Verschuldete und andere Personen, die in Not sind, gegeben.

Die Zakat hat im Islam auch eine symbolische Bedeutung: Sie reinigt das Vermögen des Gebenden und fördert die Solidarität innerhalb der Gemeinschaft. Sie erinnert die Muslime daran, dass Wohlstand eine Verantwortung gegenüber anderen mit sich bringt und dass Wohlstand nicht nur im eigenen Interesse genutzt werden sollte.

Zakat-Rechner (Richtrechner, nicht verbindlich)